Der Übungsbetrieb findet ganzjährig an folgenden Tagen statt
Mittwoch ab 17:00 Uhr
Samstag ab 16:00 Uhr
Sonntag ab 10 :00 Uhr
Fährtensuche nach Abprache
Welpengruppe aller Hunderassen
Hunde sind wie Menschen soziale Lebewesen. Auch wenn die Voraussetzungen
für ein Zusammenleben in der Gemeinschaft im Erbgut verankert sind, so
muss das Verhalten individuell im Kontakt mit anderen etwa gleichaltrigen
Hundewelpen geübt und gelernt werden.
Andere Hunde von klein auf zu kennen, ist deshalb wichtig für das Rudeltier
Hund. Ausschließlicher Kontakt zu Menschen kann zu Aggressionsverhalten
gegen Artgenossen führen. Sinn des Welpentreffs ist es, das Sozialverhalten
unter Artgenossen einzuüben, den meist unerfahrenen Hundebesitzern die
Grundregeln eines artgemäßen, konsequenten Umgangs und die Erziehung
des Hundes zu erklären und die Hunde an ihren Besitzer zu binden. Das
heißt, es spielen nicht nur die Welpen miteinander, sondern stets werden
auch Spieleinheiten für Besitzer mit eigenen (angeleinten) Welpen angeregt.
„Aller Anfang macht Spaß“ heißt es in den Welpenspielstunde
der SV-Ortsgruppe. Eingeladen sind Welpen ab der 11. Lebenswoche (wenn der
Impfschutz des Welpen komplett ist). In der Regel treffen sich die Hundebesitzer
einmal pro Woche (Samstag) auf dem Übungsplatz der Ortsgruppe, der für
diesen Kurs als "Abenteuerspielplatz“ hergerichtet wird. Dort können
die Welpen spielen, sich mit allen möglichen Umwelteinflüssen auseinandersetzen,
das Gelände auskundschaften und in einer angenehmen Umgebung wertvolle
Erfahrungen mit anderen Hunden, Hundehaltern und Kindern sammeln. Der Kurs
dauert bis ca. zur 20. Lebenswoche. Dann tritt der Welpe in das Junghundalter
über.
Welpenspielstunden sind keine Erziehungskurse. Sie sind jedoch die optimale
Vorbereitung für einen Junghundeerziehungskurs.
Praxisorientierte Hundeerziehung nach dem „Augsburger
Modell“
Mit dem „Augsburger Modell“ startete der SV im Jahr
1986 eine bundesweite Initiative zur Einführung von Erziehungskursen
für Hunde. Die Idee: das Wissen und die Erfahrung der Mitglieder in Form
von Kursen für Ausbildung und Erziehung an alle Hundehalter und für
jeden Hund, unabhängig von einer Mitgliedschaft, weiterzugeben. Beim
Augsburger Modell sind deshalb Hundeliebhaber mit allen Rassen willkommen.
Heute bietet das Augsburger Modell eine praxisorientierte Hundeerziehung nach
modernen Ausbildungsmethoden. Neben praktischen Übungen in Alltagssituationen
wird den Teilnehmern im Verlauf des Kurses auch ein Basis-Sachkundewissen
über das Verhalten des Hundes vermittelt. Unter Anleitung erfahrener
Ausbilder bringen Frauchen oder Herrchen so ihren Vierbeinern das Hunde-ABC
bei. Abschlussziel ist der alltagssichere Familienhund.
Teilnehmen kann jeder Hund, gleich welcher Rasse, mit seinem Hundeführer.
Wenigstens 12 Monate alt muss der Hund zu Beginn des Kurses sein. Wichtig:
eine gültige Hundehalter-Haftpflichtversicherung und ein gültiges
Impfbuch! Eine Mitgliedschaft des Eigentümers und/oder des Hundeführers
ist nicht erforderlich.
Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund
Diese Ausbildung stellt den Einstieg in den Hundesport dar. Ihr erfolgreiches
Bestehen ist für Schutzhunde-Sport eine grundlegende Voraussetzung. Wer
erfolgreich am Augsburger Modell teilgenommen hat, tut zum Bestehen der BH-Prüfung
meist nur noch einen kleinen Schritt.
Die Begleithundprüfung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden
auf dem Übungsplatz Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge,
Sitz aus der Bewegung und Ablegen in Verbindung mit Herankommen geprüft.
Im zweiten Teil wird die Verkehrssicherheit getestet. Der Hund geht angeleint
und soll sich gegenüber Passanten und dichtem Verkehr gleichgültig
verhalten. Zur Prüfung gehört außerdem, dass der Hund fest
angebunden auf dem Gehweg einer mäßig belebten Straße zwei
Minuten allein bleibt – Herrchen ist außer Sichtweite –
und weder Passanten noch andere Hunde anknurrt. Eine Überprüfung
der Schussgleichgültigkeit findet nicht statt.
Zur Prüfung wird der Hund frühestens im Alter von 15 Monaten zugelassen.
Für die Anerkennung der Prüfung ist die Mitgliedschaft im SV oder
einem VDH-anerkannten Verein notwendig.
Schutzhunde-Sport: beste Lehrzeit für Hund
und Mensch
Schutzdienst, die Königsdisziplin der Hundearbeit, ist kein Selbstzweck
und soll auch nicht nur dazu dienen, bestimmte Aufgaben mit Hilfe eines Tiers
zu erledigen. Schutzdienst ist auch eine der Grundvoraussetzungen für
die Erhaltung der Rasse in ihrer bisherigen Qualität. Dabei stellen weder
die Ausbildung noch der Sport selbst eine Gefahr für andere dar. Eher
ist das Gegenteil richtig: Gerade der sportlich aktive, im Schutzdienst sichere
und energische Hund zeigt sich Menschen gegenüber als gutartig und friedlich.
Er kann sich im Schutzdienst-Sport austoben – und genau das schafft
die Ausgeglichenheit, die von dem Tier gefordert wird.
Die Voraussetzung einer gezielten Schutzhundausbildung beruht deshalb immer
auf dem inneren Zusammenhang zwischen Triebveranlagung, Belastbarkeit und
Selbstsicherheit. Eine wichtige Rolle spielt dabei die ererbte Freude an der
Auseinandersetzung, nicht zu verwechseln mit Aggression und Schärfe.
Belastbarkeit, die andere Voraussetzung, setzt physische Robustheit voraus,
Gesundheit und damit auch die körperliche Fähigkeit zu Leistung.
Als Selbstsicherheit werden die Fähigkeit und der Wille, auch in kritischen
und gefährlichen Situationen zu helfen, gewertet. Sind diese Eigenschaften
in einem Junghund erkannt, eignet er sich voraussichtlich für eine Schutzhundausbildung
– vorausgesetzt, auch seine Belastbarkeit erlaubt das anstrengende Training.
All das richtig einzuschätzen, ist Aufgabe und Leistung des Besitzers
und Ausbilders.
Ausbildung zum Schutzhund – das ist für viele Hundesportler die
Krönung ihres Zusammenlebens mit dem Tier an ihrer Seite. Hier kann der
Hund mehr als Kunststückchen machen, ist ein anderer als nur der amüsante
Begleiter, nicht nur ein daneben lebendes Stück Naturersatz. Schutzhunde
sind beste Familienmitglieder aus eigenem Wollen und mit eigenem Urteilsvermögen.
Erfahrene Ausbildungswarte in der Ortsgruppe stehen bei der Ausbildung mit
Rat und Tat zur Seite und bereiten die Hundeführer und ihre Tiere auf
die Schutzhundprüfung vor, die später von SV-Leistungsrichtern abgenommen
wird. Die Schutzhundprüfung umfasst die Sparten Fährtenarbeit, Unterordnung
und Schutzdienst.